Dorfschulmuseum Hengstfeld

Dorfschulmuseum Hengstfeld

Bilder

Vorderseite
House
"Auszeit"
House
Julius Wengert
House
Klassenzimmer
House


Infos

Wie alles entstand

Durch den Verkauf des alten Farrenstalles mussten die, seit Jahrzehnte eingelagerten alten Schulmöbel ausquartiert werden, aber wohin?
Zu Hilfe kam, die Mieter in der Lehrerwohnung, im alten Schulhaus, zogen aus.
3 Räume und eine große Diele standen zur Verfügung. Ein ganzes Jahr war nötig, um die Räume zweckmäßig zu gestalten.
Neue Elektrik – Wände u. Decken neu verputzen u. streichen Fußböden von Belägen freimachen, säubern , einlassen und vieles mehr. Aber, mit den Möbeln allein ist noch kein Museum aufzubauen
In der Grundschule Wallhausen wurden wir auf dem Speicher und im Lehrmittelraum fündig. Alte Schulbücher, Klassenbücher und Lehrmittel fanden den Weg nach Hengstfeld.
Ein Artikel im Hohenloher Tagblatt brachte uns dem Ziel ein gutes Stück näher. Viele Leute trennten sich von vielen sehr alten Schul-­­ und Spielsachen, welche Kindern in den Zeiten der 30 Jahre bis ca. 1965 Freude bereiteten.
Die Leonhard Sachs Schule in Crailsheim entrümpelte aus Platzgründen und das im Aufbau befindliche Dorfschulmuseum war dankbarer Abnehmer.
Was dann noch fehlte, wurde für teueres Geld, bei Ebay eingekauft.
Das Museum wurde ganz ohne Öffentliche Mittel aufgebaut.
Endlich war es soweit am 10. September 2006 wurde das Dorfschulmuseum mit vielen Gästen feierlich eröffnet.


Die Geschichte der Hengstfelder Schule und ihrer Lehrer…sie geht weit zurück

Das ursprüngliche Schulhaus (heute Verwaltungsstelle Hengstfeld) hat eine makabere Vorgeschichte, irgendwann im (vermutlich) 14./15. Jahrhundert stand in der Südwestecke des Friedhofs ein Gebeinhaus (Beinhäuschen) zur Aufnahme von, bei Neueinrichtung von Gräbern, vorgefundenen Gebeinen.
Nach der Reformation wurde dieses Gebein Haus nicht mehr benutzt.
Und 1564 wurde dieses zu einem kleinem Wohnhaus erweitert.
Dieses Bloßhäuschen erwarb der Pfarrer Leonhard Bieber 1619 und stiftete es als Schulhaus. Sein Sohn Conrad Bieber, ein Schneider, wurde darin der erste Schulmeister.
Jedoch war er nicht der erste Schulmeister in Hengstfeld überhaupt.
Nachweislich ist Johann Hetzner bis 1572 der allererste Schulmeister, wann er mit dem Unterricht begonnen hat ist jedoch unbekannt.
Bis 1619 werden die freiwillig am Unterricht teilnehmende Kinder in der Wohnung, der Lehrer im Lesen, Schreiben und Singen unterrichtet.
Das Gebäude war, wie damals üblich mit Stroh gedeckt und baulich äußerst primitiv errichtet, so dass es wichtig wurde eine neue Giebelwand zu erstellen und das Dach mit Ziegel zu decken.
In diesem kleinen, einstöckigen Schulhäuschen wohnten der Schulmeister, mit ihren oftmals großen Familie. Man kann es sich heute kaum vorstellen, unterrichten, einen Handwerksberuf ausüben und selbst noch eine größere Anzahl eigener Kinder in einem Raum aufziehen.
Außerdem wurde der Schulraum auch von der Lehrersfrau für ihre Hausarbeiten benutzt.Und für seine nebenberufliche Landwirtschaft benutzte er jeden freien Winkel des Hauses.
1743 wurde ein Antrag an die Kirchenpatrone gestellt, das inzwischen baufällige, und zur Not abgestützte, Haus zu renovieren.
Dieser Antrag wurde erst 1784 genehmigt – und das Schulhaus wurde, mit billigen Mitteln „neu erstellt“.
1811 wurde bereits wieder auf den Katastrophenfallen Zustand hingewiesen.
Und auch, das der Schulraum für 96 Kinder viel zu klein sei.
1820 wurde eine Notreparatur durchgeführt.
1833, nachdem 130 bis 150 Kinder die Schule besuchten wurde endlich das Schulhaus erweitert.
Es wurde von Grund auf renoviert, ein 2. Stock als Lehrerwohnung aufgesetzt und um 3 Meter verlängert.
Und wieder war die Schule zu klein.
1895 baute die Gemeinde Hengstfeld eine neue Schule – 2 große Klassenräume und im Dachgeschoß eine Lehrerwohnung – und wie üblich im Hof eine Latrine.
Somit konnten im Untergeschoß die kleinen, 1-4 Klasse und im 1.Stock die Großen 5-8 Klasse unterrichtet werden.
Klassenstärken von nahezu 100 Kinder waren üblich – und daher mussten Räume in dem alten Schulhaus, das in mittlerweile Rathaus der Gemeinde Hengstfeld war, zu Schulzwecken wieder benutzt werden, besonders da zwischen 1955 und 1965 ein Aufbaukurs für begabte Schüler ab der 5 Klasse eingerichtet wurde.
Ab 1965 besuchten die Hengstfelder Kinder die Hauptschule in Rot am See und ab 1973 die Grundschule in Wallhausen.
Die freigewordenen Räume wurden, um Erdgeschoß als Jugendraum und im 1.Stock als Übungsraum des Gesangvereins eingerichtet. Die Lehrerwohnung ist bis 2005 als Wohnung vermietet worden.
Ab 2006 wurde in der alten Lehrerwohnung das Dorfschulmuseum errichtet.

Kontakt Felix Kreuzberger
74599 Wallhausen Hengstfeld
Kochhecke 15
Telefon/Fax 07955/3000
Email: Felix.Kreuzberger@gmail.com
Öffnungszeiten
Nach Voranmeldung Eintritt frei - Spenden werden gerne angenommen.
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